Verhalten gegenüber Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen

 
Grundsatz: 

Die Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge haben hinsichtlich ihrer Fahrweise keine Sonderrechte. Sie haben die Ausweichregeln und Fahrregeln für Maschinenfahrzeuge nach den KVR und die Vorfahrtsbestimmungen und Fahrregeln nach der SeeSchStrO und der Schifffahrtsordnung Emsmündung einzuhalten.

Aber Vorsicht:

Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge sind schneller auf Ihrer Höhe als Ihnen lieb ist. Denken Sie beim Passieren an den unvermeidlichen und nicht ungefährlichen Sog und Wellenschlag der Fahrzeuge. Meiden Sie, wenn möglich, die Routen von Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen.

Setzen Sie ordnungsgemäß und rechtzeitig Ihre Positionslaternen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang und bei verminderter Sicht.

Hören Sie den entsprechenden UKW-Kanal der Verkehrszentrale ab und prüfen Sie anhand der Verkehrsinformationen, ob in den zu befahrenden Streckenabschnitten Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge fahren oder ein Verkehr von solchen Fahrzeugen angekündigt wird.

Halten Sie stets einen gehörigen Ausguck und beobachten Sie aufmerksam den Seeraum.

Zeigen bei Annäherung eines Hochgeschwindigkeitsfahrzeuges klaren Kurs und vermeiden Sie es Manöver durchzuführen, die von anderen Verkehrsteilnehmern nicht verstanden werden können.

Scheuen Sie sich nicht, - als letzte Möglichkeit zur Wahrnehmung – einen weißen Stern abzugeben.

Oder folgen Sie einfach unserer Problemlösung 

Einfach schneller sein als die Hochgeschwindigkeitsfähren! Aber Vorsicht: Auch beim Überholen sind Sog und Wellenschlag nicht von schlechten Eltern.
 

Merkblatt zum Verhalten gegenüber Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen
 


Siehe hierzu auch:

Prestigeobjekte verschwinden zunehehmend von der Nordsee

Steigende Unfallzahlen bei Sportbooten


 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Regeln für das Befahren von Binnenschifffahrtsstraßen

 
 
Seit dem 15. Oktober 1998 gelten sowohl für die Berufsschifffahrt als auch für die Sportschifffahrt neue Verkehrsvorschriften auf den Binnenschifffahrtsstraßen außerhalb von Rhein, Mosel und Donau. Neben gemeinsamen Bestimmungen für alle Binnenschifffahrtsstraßen enthält die Binnenschifffahrtsstraßenordnung zusätzliche Bestimmungen, die den Besonderheiten der einzelnen Wasserstraßen Rechnung tragen. Damit werden u.a. auch die Vorschriften über das Fahren mit Sportfahrzeugen auf Binnenschifffahrtsstraßen in Berlin und Brandenburg ersetzt. 

Auf folgendes ist besonders hinzuweisen:

Sportfahrzeuge müssen Fahrzeugen, die ein blaues Funkellicht zeigen, beim Begegnen, Kreuzen und Überholen rechtzeitig nach Steuerbord ausweichen.

Bei unsichtigem Wetter müssen Sportfahrzeuge grundsätzlich Radar benutzen und dürfen nur fahren, wenn sie mit einer Sprechfunkanlage für den Verkehrskreis Schiff-Schiff ausgerüstet sind und auf Kanal 10 oder dem von der zuständigen Behörde zugewiesenen anderen Kanal auf Empfang geschaltet sind. Sie müssen den anderen Fahrzeugen die für die Sicherheit der Schifffahrt notwendigen Nachrichten geben. Die Radarpflicht entfällt lediglich auf einigen wenigen Binnenschifffahrtsstraßen. 

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Führen von Sportbooten im Binnenbereich jetzt bereits ab 12 Jahren

 
Gute Nachrichten für unsere Jugendlichen

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat in Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Motoryachtverband e.V. (DMYV) ein Konzept entwickelt, das
es Jugendlichen mit einem Mindestalter von 12 Jahren ermöglicht, zunächst probeweise
ab dem 1. April 2005 auf den unten genannten Wasserstraßen ein Fahrzeug
mit einer Länge von bis zu 5 Metern und einer Antriebsmaschine mit höchstens
3,68 kW zu führen. Voraussetzung dafür ist, dass der Jugendliche einen Ausweis
eines Wassersportvereins besitzt, der einem Spitzenverband des deutschen Wassersports angehört, der das von ihm erarbeitete grundlegende und mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung abgestimmte Verkehrssicherheitskonzept gewährleistet.

Im DMYV werden die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten durch die B1-
Lizenz nachgewiesen.
 
Bundeswasserstraße Stromkilometer Beschränkungen
Aller 0,25 - 49,65 (Schleuse Hademstorf)
 

49,65 - 117,0

nur bis zu einem Wasserstand
von 200 cm am Pegel Celle

nur bis zu einem Wasserstand
von 210 cm am Pegel Rethem

Weser  0,0 - 204,3  keine

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Schnellfähren verschwinden zunehmend aus der Nordsee


Der markante rote Highspeed-Katamaran „CAT No.1“ der Wilhelmshaven Helgoland Linie wurde mit Wirkung zum 20. Dezember 2006 an die Reederei Lindaliini AS aus Tallinn, Estland, verkauft. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. 

Mit dem Verkauf tragen wir dem anhaltend hohen Niveau bei den Betriebskosten Rechnung, die wir in Anbetracht der saisonbedingt nur sehr kurzen Einsatzzeit nicht mehr durch entsprechend hohe Fahrpreise am Markt auffangen können, so Vorstand der Muttergesellschaft AG Reederei Norden-Frisia, Carl-Ulfert Stegmann.

Wir verlieren hiermit zweifellos ein Aushängeschild unserer Reederei, welches uns in den vergangen sieben Jahren aber einen deutlichen Know How-Zuwachs in vielen Bereichen gebracht hat." 

Kurzer Rückblick auf die Geschichte der Schnellfähren in der Nordsee:
 


Bereits Anfang März 2004 trennte sich nicht ganz  überraschend die Reederei Warrring (Carolinensie) von ihrem Schnellschiff "Speedy". Ein Reedereisprecher: "Speedy wird nach Italien verkauft und dort im Pendelverkehr eingesetzt." Das Schiff soll fortan Häfen an der Adria-Küste verbinden.

Erst im Jahre 2000 war das in Australien gebaute Einrumpf-Schnellschiff mit großer Euphorie in Betrieb genommen worden und steuerte von Bremen und Bremerhaven den Roten Felsen an. Dass die Auslastung des Schiffes nicht optimal war, konnte man an den Experimenten der Reederei erahnen, denn der Fahrplan wechselte über die Jahre häufig. Die im ersten Jahr gelegentlich angebotenen Wangerooge-Fahrten verschwanden sehr schnell aus dem Fahrplan. Stattdessen wurde ein täglicher Bremen-Bremerhaven-Helgoland-Dienst angeboten. Im Jahr 2003 standen dann plötzlich auch alternative Abgangshäfen wie Brake oder Nordenham auf dem Programm.  Von Bremen wurde bei weitem nicht mehr täglich gefahren, z.B. grundsätzlich nicht montags, - auch nicht in der absoluten Hochsaison. Alternativ wurden Fahrten nach Sylt angeboten. Auch Wangerooge war nun wieder im Fahrplan zu finden. Dennoch blieben offenbar zu viele der 324 Sitzplätze frei. 

Dann teilte Reederei teilt mit: "Wir trennen uns aus Rentabilitätsgründen von dem Schiff." 

Dafür dürften nach eigenen Beobachtungen hauptsächlich drei Gründe verantwortlich sein: Speedy bekam Schwierigkeiten, da das Schiff bei höherer Fahrgeschwindigkeit auf der Weser zu hohe Wellen erzeugte. Es häuften sich die Beschwerden und das Schiff musste im Revier langsamer Fahren. Dadurch schrumpfte jedoch der Zeitvorteil gegenüber den herkömmlichen Schiffen. Auch hatte "Speedy" häufiger mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. So fielen aufgrund der Reparaturen nicht selten Fahrten über mehrere Tage aus. Bei stärkerem Seegang schließlich konnte "Speedy" gar nicht auslaufen.
 

Die Helgoland-Flotte verlohr mit dem Ausscheiden von "Speedy" ein schönes Schiff. Es war das einzige Einrumpf-Schnellschiff der Flotte, wenn auch mit der einen oder anderen Beule, die beim Anlegen auf Helgoland entstanden waren. Alle anderen Schnellfähren sind als Katamaran ausgeführt. 

Bereits im Februar 2003 kahm das Aus für den Katamaran "Vargøy" der Reederei Speedways auf der Route Hamburg - Cuxhaven - Helgoland. Das Schiff war von der norwegischen Reederei FFR gechartert. Die "Vargøy" lief 1997 als erste Schnellfähre Helgoland an und hatte seinerzeit damit die größten Veränderungen im Seebäderverkehr in der Geschichte der Insel eingeläutet. 

Die Schnellfähren durften direkt im Hafen anlegen, somit entfiel das Ausbooten der Passagiere auf See. Dies hatten bereits mehrere Reedereien zuvor versucht, waren jedoch am Widerstand zahlreicher Helgoländer gescheitert, die eine Umgehung des traditionellen Ausbootungsbetriebes verhindern wollten. 

Der "Vargøy" folgten bald weitere Katamarane. Die Reedereien setzten nun verstärkt auf prestigeträchtige Schnellfähren. In der Hauptsaison konnten bis zu sechs Schiffe täglich auf der Insel beobachtet werden. Die "Vargøy" ist also ohne Zweifel das "Pionierschiff", das den Katamaranverkehr auf Helgoland etablierte. 

 


Auch der Katamaran HSC Hanse Jet II der Förde Reederei Seetouristik (FRS) ist aus dem umkämpften Markt der Passagiergunst im Helgoland-Dienst ausgeschieden. 

Anfang Oktober 2004 wurde das Schiff nach Griechenland verkauft. Das Schiff fährt nun für die Reederei Flying Dolphins unter dem Namen "Flyingcat 6". Am 14.10.2004 erfolgte die Überführung von Cuxhaven über Calais und Brest.

Für uns war es immer spannend, die "großen Kollegen" in der Ferne zu erspähen und dann zu versuchen vor Ihnen den  Helgoländer Hafen zu erreichen. Eine nette Versuchung der wir des öffteren - erfolgreich - erlegen sind. Doch dieses spannende Erlebniss werden wir in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr allzuhäufig haben, bei den wenigen nun noch im Revier verbleibenden Schnellfähren. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auch Profis machen Fehler

 
Die "Hanseat" verspätet sich 

BREMEN. Für Hal över zählt jetzt jeder Tag: Am 1. Mai beginnt offiziell die Saison, doch die "Hanseat", zweitgrößtes Schiff der Flotte, liegt immer noch zur Reparatur im Hohentorshafen. "Spätestens Ende der kommenden Woche muss alles fertig sein", sagt Hal-över-Chef Dieter Stratmann. Denn dann wird das Ausflugsschiff dringend für die traditionelle Hafenrundfahrt gebraucht, die derzeit ersatzweise das Flaggschiff "Oceana" übernimmt. Unter der Woche dreimal täglich, am Wochenende sogar fünfmal soll die 41 Meter lange "Hanseat" bis zu 400 Gäste ab Martinianleger zu den stadtbremischen Häfen schippern. Doch bei einer Kollision mit einer Straßenbrücke auf dem Küstenkanal bei Oldenburg vor drei Wochen war das Führerhaus komplett zerstört worden. Ein folgenschwerer Fehler des Schiffsführers, der die Durchfahrtshöhe falsch eingeschätzt hatte. Und der Schaden war gravierender als anfangs befürchtet. Nicht nur die Aufbauten müssen auf dem vor fünf Jahren komplett renovierten Schiff ersetzt werden, sondern auch die gesamte technische Ausstattung des Steuerhauses - Steuerung, Radargerät, Kompassanlage und Wendeanzeiger müssen ausgetauscht oder repariert werden. Die Reparatur dauert jetzt nicht nur eine Woche länger als geplant, sondern kostet auch ein Vielfaches der von Stratmann ursprünglich genannten Summe. Aus 30 000 Euro ist inzwischen die stolze Summe von rund 100 000 Euro geworden. Den Großteil übernimmt die Versicherung, 5000 Euro aber muss die Reederei berappen. "Dafür müssen wir so manches Eis verkaufen", sagt Stratmann. Umso wichtiger sei jetzt ein guter Start in die Saison, für die bereits etliche Charterfahrten für Silberhochzeiten oder Betriebsausflüge gebucht seien. Eine Ausfallversicherung hat Hal över nämlich nicht. "Bleibt das Schiff noch länger weg, kostet das richtig Geld und verärgert unsere Kunden." Noch mehr Schaden fürs Image aber will Stratmann nicht erleben

Quelle: Weserkurier 24.04.07
 

"Hanseat"-Havarie sorgt für Schlag ins Kontor 

Hal-över-Schiff fällt nach Brückenkollision zwei Wochen aus / Reparatur kostet mindestens 30 000 Euro

Von unserem Redakteur Krischan Förster 
 

BREMEN·OLDENBURG. Der Schaden an der "Hanseat" nach einer Brückenkollision ist größer als befürchtet. Das Ausflugsschiff falle nun doch definitiv über Ostern aus, teilte die Reederei Hal över gestern mit. Die Havarie entpuppt sich damit für die Reederei als heftiger Schlag ins Kontor. "Die Reparatur wird mindestens 30.000 Euro kosten", sagte gestern Geschäftsführer Dieter Stratmann. Oder sogar noch mehr, wenn es im demolierten Steuerhaus auch noch technische Geräte erwischt haben sollte. Zusätzlich muss am Ostersonntag um 9.30 Uhr die erste Weser-Rundfahrt der Saison nach Bremerhaven aus dem Programm genommen werden. Dafür war ursprünglich die "Oceana" vorgesehen, die Platz für 700 Fahrgäste bietet. "Jetzt brauchen wir sie für die Hafen-Rundfahrt", erklärte Stratmann. Denn unter der Woche geht’s drei Mal täglich immer ab Martinianleger durch die stadtbremischen Häfen, am Wochenende und an Feiertagen sogar fünf Mal. Die Kollision ereignete sich, als die 41 Meter lange und 1,66 Meter tief gehende "Hanseat" am vergangenen Donnerstag auf dem Weg nach Oldenburg war, wo sie als "schwimmendes Restaurant" für die Eröffnungsfeier eines örtlichen Yachtvercharterers gebucht war. Auf dem Küstenkanal, nur 500 Meter vor dem Ziel, kollidierte das Schiff jedoch mit der Straßenbrücke Hundsmühlen. Die Durchfahrtshöhe lag nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bremen bei 4,90 Meter, die "Hanseat" ragte jedoch 5,20 Meter aus dem Wasser. "Das hat unser Kapitän offenbar falsch eingeschätzt", sagte der Hal-över-Chef. Auch er kann es sich nicht recht erklären. Denn das ganze Schiff kann über Ballastwassertanks tiefer gelegt werden. Auch der Steuerstand ist hydraulisch abzusenken. "Beides wurde leider versäumt", so Stratmann. So wurde bei der Kollision das Steuerhaus fast vollständig zerstört. Der Schiffsführer kam leicht verletzt davon, Fahrgäste waren zum Zeitpunkt der Havarie nicht an Bord. Auch fünf Versorgungsrohre an der Hundsmühlen-Brücke, darunter eine Gasleitung, wurden glücklicher Weise nicht beschädigt. Gestern trat die "Hanseat" die Rückfahrt nach Bremen an - immerhin auf eigenem Kiel und mit einem Cabriolet-Gefühl für den Steuermann. Denn das durch den Aufprall zusammengefaltete Steuerhausdach wurde noch in Oldenburg entfernt. Im Hohentorshafen soll nun das 1988 gebaute und 2002 renovierte Ausflugsschiff repariert werden. Heute solle der Auftrag zur Reparatur des Ausflugsschiffes ergehen, drei Angebote lägen vor, erklärte Stratmann. Den Großteil des Schadens werde wohl die Versicherung übernehmen. "Und wir haben Glück, dass wir noch nicht in der Hauptsaison sind." Diese beginnt am 28. April. Spätestens dann werden alle Schiffe dringend gebraucht.

Quelle: Weserkurier Bremen 03.04.07