Meisterabnahme und Seeerprobung nach dem Werftaufenthalt 2003

 
Thomas Hassselmann taucht am 11.04. nach einem Anruf vom Skipper um 15.40 Uhr auf. Er hatte den Termin um 15.00 Uhr völlig vergessen. 

Ein Blick in den Motorraum, auf jeder Zylinderbank eine Kerze herausgeschraubt und festgestellt, dass die Maschine zu mager läuft. Leider hat er beim Ausbauen der Kerzen eine abgerissen und hatte auch keinen Ersatz dabei. 

Hierbei konnte uns Thomas Stange, der Chef der Firma Bremermann, aushelfen. Die geliehene Kerze wurde wieder eingebaut und dann die Maschine gestartet. Sie lief und Thomas fuhr wieder in die Firma. 

Er wollte die Vergasereinstellung noch mal mit Peter Menke - ebenfalls Meister bei Fa. Haumann- besprechen. Am nächsten Tag wollen sie kommen und die Teile wie den bemängelten Lenkhydraulikschlauch, der trotz Werftaufenthaltes immer noch völlig porös war, einbauen. Auch der lose Motorraumlift soll befestigt werden.

Restarbeiten, die beim Werftaufenthalt nicht abgestellt wurden.

 


 
Aus Morgen wurde Dienstag der 15.04.2003. Peter erscheint und geht auch gleich an die Arbeit. Er tauscht die Kerzen gegen kältere aus. Der Lenkhydraulikschlauch wird ersetzt und alle noch vorhandenen Mängel beseitigt. Eine Testfahrt zeigt, dass nun alles in Ordnung und die Maschine voll einsatzfähig ist. 

 
 

 
Nachgedacht wird über die Möglichkeit einer weiteren Leistungssteigerung für die "Hot Water": Eine nachrüstbare Multiport-Einspritzung scheidet aus, auf Grund schlechter Erfahrungen. Ein Kompressor verspricht in dieser Motorkonstelation nicht die gewünschten Resultate. 

Es wir überlegt, eine andere Nockenwelle einzubauen. Peter will sich erkundigen, was für eine Welle in dieser Maschine verwendet wird. Weiterhin will er sich über die Brücke im Vergaser erkundigen. Die Motordrehzahl soll erhöht und damit noch ca. 40 PS aus der Maschine gekitzelt werden. Eine gute Reserve für anstehende Rennen. 
Jedoch wollen wir diese Massnahmen in Ruhe angehen und nicht über das Knie brechen.


 
Die "Hot Water" ist nun fit für ihren ersten Seetest. Doch vor den Aufbruch in die große, weite Welt hat der "liebe Gott" die Bremer Sportbootschleuse gesetzt.

 
 

 
"Sesam öffne dich und entlasse uns in die Abenddämmerung!"

 
 
 

 
 
 
Nach der Weser-Nachtfahrt geht die "Hot Water" um Mitternacht in Bremerhaven an den Cityport und die Besatzung nach einem kleinen "Anleger" in die Kojen. Am nächsten Morgen scheint die Sonne und wir bunkern Kraftstoff für den Sprung über die Nordsee nach Spiekeroog.

 

 
Da wir eine Windwarnung für die Nordsee haben, beschließen wir, noch nicht auszulaufen und die Wetterentwicklung abzuwarten. Gegen 14.00 Uhr entscheiden wir uns dazu, die Herausforderung Nordsee anzunehmen und in die windbewegte See zu stechen.

 
Doch wir sind nicht alleine dort draussen; auch die Hanse-Kogge kämpft sich mit eingeholten Segeln durch...  Auf diesem Törn hat die Besatzung alle Hände voll zu tun.....

 
Nicht viele Schiffe haben den Sprung über die See gewagt. Es ist nur noch die "Sir Henry" und ein weiteres Schiff - beide aus Harlesiel - hier zu Besuch.

 
 
Doch lange blieben sie auch nicht. Jedoch hatten sie den "gemütlichen" Rückweg zwischen den Inseln und dem Festland und nicht über die offene See.

 
 
Der Hafen von Spiekeroog ist vollkommen neu gestaltet. Da wir uns hier richtig wohl fühlen, beschließen wir, die Tage hier gemütlich zu verbringen. Wegen des Sturmes (6 in Böen 8 Bft) ist der Hochgeschwindigkeitstest zur Insel Helgoland ohnehin nicht möglich.

 
 

 
Dann nach vier Tagen steht die Rücktour an. Navigatorisch gut vorbereitet vom "Hilfsnavigator" stechen wir "voll aufgerüstet" in See

 

 
Da der Törn erwartet ruhig verläuft, beschließen wir noch eine Extrarunde um einen der bekanntesten Leuchttürme "Roter Sand" zu drehen, ehe wir wieder in die Weser einlaufen.

 
 

 
 

Lesen Sie weiter:
 

 Die Vorgeschichte des Bootes

 Die Umrüstung zum Schulungsboot

 Bootstaufe und Stapellauf

 Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2002

 Werftaufenthalt 2002 / 2003

Übernahme und erste Ausbildungsfahrt

Meisterabnahme und erste Seeerprobung

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2003-I

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2003-II

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2004

Motorentest 2004

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2004-II

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2005
 

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2005

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2006

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2007

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2008