Die Story des Powerboats Hot Water - das Flaggschiff unserer Flotte

 
 
Mit der Indienststellung der Formula 242 LS am 14. Mai 2002 setzten wir einen neuen Maßstab.

 
 
Das Boot sahen wir erstmals während einer Hausausstellung der Firma "Bootsimporte Tibus" in Rhumspringe am 13. Februar 2002. Dort stand es, noch unter dem Namen "Bumble Bee", mit 279 Betriebsstunden auf dem Zähler in der Ausstellungshalle und ging uns lange Zeit nicht aus dem Kopf.

 
 
Dieses für Hochgeschwindigkeitsfahrten konstruierte Boot der Firma Formula stellt eine einmalige Möglichkeit dar, gewisssenhafte Ausbildung mit Spaß und Komfort zu kombinieren. 

 
Jedoch gaben der Preis und die hohen zu erwartenden Betriebskosten bei diesem Boot Anlass zum Zögern.

Trotz allem, am 08. Mai 2002 war es soweit: Die damalige "Bumble Bee" wurde gekauft.

Damit wurde ein neuer Meilenstein in der praktischen Ausbildung gelegt.


 
 
 
 
 Die Vorgeschichte des Bootes

 
Die "Bumble Bee" wurde seinerzeit von einem  Zahnarzt aus Passau bei der Firma Tibus geordert. 

Sein Vater war bereits ein guter Kunde bei Tibus. Als Kind war er deshalb oft mit seinem Vater in der Firma und schwärmte von den schnittigen Formula Booten. Er hatte sich einen Ordner mit allen Formulaprospekten angelegt, die er von der Familie Tibus immer bekommen hatte, wenn er dort war.

Als er sein Studium beendet hatte und die Praxis etabliert war, verwirklichte er sich seinen Kindheitstraum.


 
Er orderte bei Tibus eine neue Formula 242 LS, die in Design und Ausstattung ganz nach seinen Vorstellungen angefertigt wurde. Abweichend von der Serie war dieses Boot u. a.  mit einem 7,4 l Volvo Penta Motor, der von der Firma Edelbrock speziell getunt wurde, und einem 290 Duopropp-Antrieb, den Volvo Penta gerade auf den Markt gebracht hatte ausgestattet.
Dieser Antrieb brachte 15% mehr Leistung ins Wasser und war zu dieser Zeit ein technisches Highlight.

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Aus Zeitmangel hat er das Boot dann wieder der Firma Tibus zum Verkauf angeboten. 

Es wurde dann nach kurzer Standzeit in der Ausstellungshalle an einen Käufer veräußert, der es in der Ostsee betrieb. Hier verlor sich für eine geraume Zeit die Spur der "Bumble Bee". Nach zwei Jahren wurde es abermals der Firma Tibus offeriert. So gelangte die "Bumble Bee" dann erneut in die Ausstellungshalle der Firma Tibus, wo wir sie dann sahen. Leider hatte der Vorbesitzer einige Umbauten vorgenommen, die nichts mit der Serie zu tun hatten; so war das Auspuffsystem abgeändert worden und zwar auf eine erschreckend einfache Weise. Es waren einfach Kanalrohre aus dem Sanitärbereich durch die Badeplattform gezogen worden. 

Trotz alledem...am 08. Mai 2002 war es soweit: Die damalige "Bumble Bee" wurde gekauft.


 
 
 Die Umrüstung zum Schulungsboot

 
Bei der Übernahme der "Bumble Bee" in Rhumspringe durch die neue Crew wurde u. a. der alte Bootsname entfernt und das Boot, soweit dies überhaupt nötig war, äußerlich gereinigt und ein "Umbauplan" konzipiert.

 

Demgemäß wurde das Boot durch die Firma Tibus zunächst für den Einsatz als Schulungsfahrzeug umgerüstet. Unter anderem wurden die Wasserkammern der Badeplatform, die das patentierte Formula Abgassysten - Silend Thunder - aufnimmt, neu aufgebaut, eine BSH-Beleuchtung montiert und ein zusätzlicher Abgas-Schalldämpfer eingebaut. Ohne diesen wäre ein Aufenthalt an Bord bei langsamer Ausbildungsfahrt nur mit einem Gehörschutz möglich gewesen, und das wollten wir unseren Fahrschülern ersparen.

 
Der Transport des Bootes per Achse von Rhumspringe nach Bremen: Unser Dank gilt hierbei vor allem unseren ehemaligen Fahrschülern Frank Gärtner und Rainer Bode, die uns mit dem Zugfahrzeug und ihrem tatkräftigen Zupacken sehr unterstützt  haben.

 
Bei der Grundreinigung in der Marina Oberweser wurden die Trimmklappen runtergefahren, um diese besser säubern zu können. Das erste Erlebnis mit dem Boot hierbei war, dass dabei die Hydraulikpumpe der Trimmklappen undicht wurde und der gesamte Motorraum in Hydrauliköl schwamm. Eine Reparatur der Pumpe war nicht möglich. Ein Anruf bei der Firma Tibus zeigte, das sie sehr kulant sind. Ihr Vorschlag war, eine neue Pumpe zum Einkaufspreis zu besorgen und die Kosten auf die Parteien umzulegen. Einbauen sollen wir die Pumpe selbst. So wurde als erstes diese Pumpe erneuert, ehe das Boot überhaupt Weserwasser unter den Antrieb bekam.

 
Der neue Bootsname und die Beschriftung werden angebracht: Auch hier halfen die guten Kontakte zu den ehemaligen Fahrschülern. Rainer Freye und Freunde von der Firma Freye und Partner kamen und machten unser Boot unter den kritischen Augen von Navigator Martin hübsch.

 
 
Das Ergebnis kann sich zur allgemeinen Freude sehen lassen!

 
 
 Bootstaufe und Stapellauf

 
Der große Moment ist gekommen: Die Bootstaufe am 14. Mai 2002.

Der Taufspruch lautete: Ich taufe dich auf den Namen "Hot Water" und wünsche Dir viele schöne und vor allem schnelle Reisen.


 

Und sie schwimmt doch! 
Diese Feststellung ließ sich beim Stapellauf, nach der Taufe machen!

 
Tatsächlich, die Maschine läuft - zumindest im Hafen. Der erste Seetest ist für Pfingsten geplant und wird zeigen, ob die "Hot Water" sich wirklich so gut verhält wie sie vermuten läßt.

 
 
 
 
Lesen Sie weiter:
 

 Die Vorgeschichte des Bootes

 Die Umrüstung zum Schulungsboot

 Bootstaufe und Stapellauf

 Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2002

 Werftaufenthalt 2002 / 2003

Übernahme und erste Ausbildungsfahrt

Meisterabnahme und erste Seeerprobung

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2003-I

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2003-II

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2004

Motorentest 2004

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2004-II

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2005

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2006

Auszüge aus dem Logbuch der Saison 2007