Zum Schluss noch ein wenig Statistik

 
 
 Die "HOT WATER" legte 2008

1317 nm zurück

verbrauchte dabei rund 3000 l Superkraftstoff 

für die Haupmaschine und 60 l für den 220 V-Generator.

 Auf ihren Fahrten passierte sie 22 Schleusen.
 


 
Wir verabschieden uns für dieses Jahr mit einem Bild unserer letzten Prüfungsgruppe,

die am 16.11.2008 ihre Prüfung See abgelegt hat und mit ihren 

bemerkenswerten Leistungen mit Sicherheit 

in die Annalen der Sportbootschulen Hot Water eingehen wird !
 

Diese gestandenen SEELEUTE auf dem Bild
fanden trotz fortschreitender Dunkelheit 
absolut treffsicher die "BOJE ÜBER BORD" wieder. 
Sie waren auch durch viel Wind nicht zu beeindrucken
und waren relativ sicher in der Lage
mit jeder nur erdenklichen Schiffsseite am 
Prüfungssteg anzulegen.

Grandios!!


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Funkzeugnisse der britischen Royal Yachting Association

 
 
Am 02. Mai 2008 veröffentlichte das BMVBS eine Presseerklärung, in der Verkehrsminister Tiefensee unter anderem verlauten lässt:

"Die Funkzeugnisse der britischen Royal Yachting Assosiation (RYA) reichen für die Teilnahme am Seefunkverkehr an Bord eines unter deutscher Flagge fahrenden Schiffes nicht aus. Nach einer erfolgreichen Anpassungsprüfung kann künftig ein deutsches Funkbetriebszeugnis (SRC) ausgegeben werden. Die Deteils werden zur Zeit erarbeitet."

Dies ist der letze Stand in Sachen SRC der RYA.
 

Siehe hierzu auch: Britische Funkzeugniss für Deutsche nicht ausreichend


 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Das neue Hot Water Rabattsystem 2009

 
 

Um Ihnen den Einstieg in den Wassersport zu erleichtern, haben wir aus unserer langjährigen Ausbildungserfahrung spezielle Kurskombinationen zusammengestellt. Diese können Ihnen dabei helfen, den Lernaufwand möglichst gering zu halten, sowie sinnvoll Geld an den richtigen Stellen zu sparen.

Diese Kurskombinationen haben wir für Sie mit dem Button   besonders gekennzeichnet. 

 

Zum weiterem Vorteil unserer Kursteilnehmer führen wir ab Frühjahr 2009 ein Rabattsystem zu den Grundkursen* auf den Theorieteil ein. 
 
Frühbucherrabatt  Schüler, Studenten, Rentner Gruppenrabatt
2 Personen
Gruppenrabatt 
3 Personen
Gruppenrabatt 
4 Personen
10 % 5% 5 % 10 % 15 %
Anmeldung mind. 14 Tage vor Kursbeginn Gegen Vorlage entspr. Nachweise Bei gleichzeitiger Anmeldung ** Bei gleichzeitiger Anmeldung ** Bei gleichzeitiger Anmeldung **

Bitte beachten Sie: Die Rabatte berechnen sich ausschließlich von der Theoriegebühr des jeweiligen Kurse. Schulfremde Gebühren und Fixkosten sind davon ausgenommen. Die Einzelrabatte sind nicht kombinierbar. Es gilt der jeweils für die Schüler günstigste Einzelrabat.

Das Beste vom Besten:
Unser Ziel ist es stehts, die Sicherheit der Sportbootfahrer auf See zu erhöhen. Gerade der guten Ausbildung kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Deshalb haben wir für unsere Kursteilnehmern 2009 das folgende TOP-ANGEBOT bereit:

Das Hot Water Rundum-Sorglos-Paket !

Wer den Komplettkurs zum Sportbootführerschein See und Binnen und die Funkausbildung SRC (Seefunk) und UBI (Binnenfunk) belegt, der erhält von und einen großen Seenotsignalmittelkurs (Seenotsignalmittel und Waffenausbildung SKN) im Wert von 80,-- € gratis. Dieses Angebot ist vom Rabattsystem ausgeschlossen.

Hier geht es zum Rundum-Sorglos-Paket mit der gratis Pyroausbildung
 

*    ausgenommen Funkkurse
**  vor dem ersten Unterrichtstag


 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Hilft gebetsmühlenartiges Predigen wirklich weiter?
 
 
Wir kamen uns teilweise schon vor wie der Rufer in der Nacht. Doch scheinbar hatte das uns schon lästig werdende gebetsmühlenartige Predigen doch irgendwo eine Wirkung erzielt, wie die Eröffnung der Messe "boot 2009" in Düsseldorf zu zeigen scheint.

Bundesverkehrsminister Tiefensee: Sportbootführerscheine werden modernisiert
17. Januar 2009, Nr.: 006/2009

Anlässlich der Eröffnung der 40. Internationalen Bootsausstellung "boot 2009" in Düsseldorf kündigt Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee eine Modernisierung der Sportbootführerscheine an: 

"Wir wollen das Führerscheinausbildungs- und Prüfungssystem an moderne didaktische Anforderungen anpassen und das gesamte System für Sportbootführerscheine entbürokratisieren. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag, den Wassersport auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch attraktiver zu machen." 

Ziel der Reform ist die Umstellung der theoretischen Prüfung auf ein Multiple-Choice-Verfahren. Die theoretischen Prüfungsinhalte sollen überarbeitet, praxisferne Wissensfragen entfernt und dafür neue Aspekte, wie zum Beispiel der Umweltschutz, integriert werden. Der praktische Teil soll ausgebaut werden. 

"Nur das sichere Beherrschen von Notsituationen kann Leben retten - nicht nur das eigene, sondern auch das Dritter", so Tiefensee.

Die Prüfungsabnahme für den amtlich anerkannten Sportbootführerschein erfolgt wie bisher durch die Verbände des Deutschen Motoryachtverbandes (DMYV) und den Deutschen Seglerverband (DSV). Die Reform und Umstellung soll bis Ende 2010 in Kraft treten. 

Zum Thema Sicherheit wies Tiefensee auch auf den neuen Leitfaden des Bundesverkehrsministeriums hin: die Broschüre "Sicherheit auf dem Wasser". Diese gibt den Wassersportlern wichtige Tipps und Hinweise zur sicheren Ausrüstung der Boote und zur sicheren Ausübung des Wassersports. 

"Dabei appelliere ich an Fairness, Rücksichtnahme und Gute Seemannschaft auf dem Wasser - nach dem Motto Sicherheit geht vor", so Tiefensee.

Die "boot" ist die international größte Verkaufsmesse im Bereich des Wassersports. Sie gilt als wichtige Plattform für die Öffentlichkeit zur Diskussion von Themen aus der Sport- und Freizeitschifffahrt mit den einschlägigen Verbänden und Vertretern der Wirtschaft. Sie richtet sich sowohl an gewerbliche Unternehmen, wie auch an alle sechs Millionen aktiven Sportler auf deutschen Binnen- und Seegewässern. 1.699 Aussteller aus der ganzen Welt präsentieren Bootspremieren, neue Wassersportgeräte sowie Ausrüstungen und Zubehör. Zur diesjährigen Messe werden 280.000 Wassersportler aus 65 Ländern erwartet. 

Das Bundesverkehrsministerium ist an der "boot" gemeinsam mit seinen zugehörigen Behörden, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und dem Deutschen Wetterdienst beteiligt.

Quelle: BMVBS

Wir meinen dazu:

Eine Änderung, gerade in Bereich der Praxisausbildung, halten auch wir für sinnvoll und notwendig. Als anerkannte Sportbootschule haben wir jedoch bereits mehrere „Minireformen“ in der Wassersportausbildung miterlebt. Aus diesen Erfahrungen können wir feststellen, dass es bisher mit jeder Neuregelung für die Prüflinge eher schwieriger als leichter wurde. Nicht dass etwa der Praxisbezug stieg, nein, lediglich die Fragenkataloge wurden aufgebläht, jedoch die Fragen mit praxisfernen Antworten nicht herausgenommen. 

Wir wollen zwar keinen Pessimismus verbreiten, aber vielleicht sind die angehenden Schüler doch besser beraten, wenn sie noch vor der Neuregelung im Jahr 2010 die Sportbootführerscheinausbildung und Prüfung absolvieren.

Unsere ausführliche Meinung, sowie die Hintergründe der Reform finden Sie hier


 
 

 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
Seeunfalluntersuchungen abgeschlossen 

 
Die Sportbootschule Hot Water führte 2007 eine Untersuchung zum Thema "Sicherheit im Wassersport" durch und intensivierte diese im Jahre 2008. Auszugsweise sind die Unfallmeldungen auch in der Rubrik Berichte Wasserschutz nachzulesen. Hierbei stellten wir fest, dass der Wassersport im Vergleich zu anderen Sportarten relativ sicher ist. 

Leider kommt es jedoch immer wieder auch zu schweren Unfällen. Diese sind meistens die Folge von "unglücklichen" Verkettungen mehrere "Ereignisse", die vom Schiffsführer und der Crew nicht erkannt wurden und so zu einem mehr oder weniger schweren Unfall führten. Vergleiche auch: Hot Water Synopse zum  BSU-Jahresbericht 2007.

Das Erkennen der unfallträchtigen Situationen setzt voraus, dass der Skipper mit der Gefahrenabwehr an Bord vertraut ist. Leider liegt es hierbei - auch in der Ausbildung - häufig im Argen. Das Jahr 2008 begann mit einem schweren Unfall im Emsland. Wir berichteten unter Drei Tote und acht Verletzte bei Bootsunfall.
 

Ursächlich für diesen Unfall in Ostfriesland - bei dem am 26.4.2008 drei Menschen starben - waren die Überladung des Bootes sowie angetrunkene Insassen. Wir fragten uns damals, wie ein Bootsführer es fertig bringen kann, vier Kinder auf dem Dach der Kajüte zu platzieren und im Heck des Bootes auf nur vier serienmäßig vorhandenen Sitzen insgesamt elf Passagiere zu transportieren. Auf Grund der Überladung und den daraus resultierenden hohen Schwerpunkt kenterte das Boot. 

Wie kann es zu solchen Fehlleistungen überhaupt kommen? Sollte so etwas nicht schon der gesunde Menschenverstand verhindern?

Doch dann trafen wir bei einer unserer Prüfungen auf eine "Sportbootschule" aus dem Emsland -  und waren geschockt.

Was war geschehen? Sie haben das Ausbildungsboot offensichtlich von Innenborder auf Außenborder umgebaut und  viele neue Sitze in das Boot eingebaut, wahrscheinlich um damit auf den "Ausbildungs" -Fahrten möglichst viele Schüler an Bord nehmen zu können.

Unser Grundausbildungsboot ist 8m lang und für 7 Personen zugelassen. Hier war ein ca. 6m langes Boot mit ungefähr 11 Personen besetzt und lag entsprechend tief im Wasser, so dass die Lüftungsschlitze des "ehemaligen" Motorraumes bedrohlich nahe an der Wasserlinie waren.

Die Sorge der anderen Ausbilder war so groß, dass sie am Prüfungsanleger bereits die Motoren ihrer Boote warmlaufen lassen wollten, damit sie - falls ein größeres Schiff mit Wellenschlag dieses brisante "Fahrzeug" passieren sollte - sofort zum Retten der Insassen ablegen konnten.

Es entstand unter den anwesenden Ausbildern eine heiße Diskussion, wie eine "Schule" sich so verhalten konnte und wir fragten uns, ob das "Ausbildungsboot" tatsächlich für jede Person an an Bord über eine Rettungsweste verfügte? Sichtbar war dies nicht...

Verblüfft waren wir auch über den Werbeslogan dieser Schule. Er lautet tatsächlich: "Wir bringen Sie schnell und sicher auf das Wasser"!

Nun wurde uns jedoch klar, wie es zu solchen Unfällen wie damals im Emsland kommen konnte. Wenn "Schulen" schon so fahrlässig ausbilden, wie sollen dann die Schüler ein Auge für die an Bord permanent vorhandenen Risiken entwickeln und Maßnahmen zu ihrer Abwehr erlernen. Der Prüfer hat jedenfalls nach kurzer Zeit die Prüfungssituation entspannt und 5 Personen wieder am Prüfungsanleger abgesetzt. 

Unfachmännische Veränderungen am Boot und mangelnde Sorgfalt sind häufig ursächlich für Unfälle auf See. Siehe hierzu auch den Unfallbericht der Bunsdesstelle für Seeunfalluntersuchung Seeunfalluntersuchungsberich 06/08  zum Untergang eines Sportangelfahrzeuges den wir auch in unserer Bibliothek veröffentlicht haben. 

In diesem Zusammenhang erinnern wir noch einmal an ein anderes Unglück. Dieser damals tödlich verlaufene Unfall mit einem Torfkahn nahe Worpswede (Kreis Osterholz) war nach den Ermittlungen "eine Verkettung unglücklicher Umstände". "In das Boot drang Wasser ein, es war aber nicht kaputt", sagte im August 2008 eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Verden, nachdem ein Sachverständiger das Gefährt begutachtet hatte. Die "Neu Helgoland" habe ein Loch für einen nachträglich eingebauten Motor. Aus noch ungeklärter Ursache sei das Wasser beim Anlegen über eine Abtrennung geschwappt. Die Ausflügler seien daraufhin nicht wie gebeten auf ihren Plätzen geblieben, sondern hätten sich alle auf eine Seite gestellt. 

Die Sicherheitseinweisung ist der Schlüssel zum Glück. Leider wird sie von vielen Schiffsführern gänzlich unterlassen. Fragen Sie sich mal selbst, ob der Schiffsführer an Bord Ihres Ausbildungsbootes diese lebenswichtige Einweisung durchgeführt hat !

Siehe hierzu auch: Tragisches Ende einer Torfkahnfahrt

Jeder ist seines Glückes Schmied, nur nicht jeder Schmied hat Glück ! Es beginnt bereits mit der Wahl der "richtigen" Ausbildungsstätte. Einer der Hot Water Ausbilder sagt immer: "Ein gut geführtes und vorbereitetes Boot steckt in der Regel zwei unbemerkte Fehler in Folge weg - der dritte, vom Skipper nicht erkannte Fehler, hat meistens dramatische Folgen für Schiff und Besatzung!" Siehe hierzu auch: Hot Water Synopse zum  BSU-Jahresbericht 2007.

Doch auch wenn alles bedacht wurde, kommt es gelegentlich zu Unfällen, die sich auch mit der besten Ausbildung und einem noch so vorausschauendem Verhalten nicht vollkommen vermeiden lassen, wie das Beispiel dieser Strandung vor Helgoland belegt. 

Siehe hierzu: Segeljacht strandet vor Helgoland

Auch der dramatische Unfall an Bord der "Gorch Fock" hat uns sehr verblüfft. Warum tragen die Kadetten an Bord keine Rettungswesten? Erklärungsversuche der Marine hierzu lassen zumindest Fragen offen. Warum wurde erst viel später festgestellt, dass es an Bord doch Suchscheinwerfer gibt, die bei der Suche in der Nacht nicht eingesetzt wurden. Wie konnte ein solch gravierenden Fehler den Marineprofis unterlaufen?

Aber auch mangelnde Reisevorbereitung ist immer wieder ein Grund für Unfälle auf See. Auch Termindruck muss hier erwähnt werden z. B. das nicht Abwarten im Hafen aus "Zeitmangel", trotz schlechter Wetterprognosen. Siehe heirzu auch: Strafprozess gegen Kapitän der Polarstern beendet.

Das Schicksal eines Seglers auf der Ostsee scheint dieses ebenfalls zu belegen. Wie berichtet haben die am 05.08.08 vorherschenden stürmische Winde über dem südlichen Schweden möglicherweise einem deutschen Segler das Leben gekostet. Wie die Seenotrettungszentrale Göteborg mitteilte, wurde der Mann seit dem für die Jahreszeit ungewöhnlichen Sturm vermisst. 

Auch wir waren zu dieser Zeit in der Gegend unterwegs. Der Sturm war schon Tage im Voraus auf den Wetterkarten zu erkennen und die Wetterentwicklung war recht eindeutig. Wir haben unsere Fahrt so eingerichtet, dass wir noch vor den Eintreffen des Sturmes via Bornholm den Hafen von Glowe (Rügen) erreichten.

Wie die Wasserschutzpolizei kürzlich bestätigte, wurde der Leichnam des Seglers inzwischen an der Küste von Humlebäck/Dänemark gefunden und von der Ehefrau identifiziert. 

Wie die dänischen und schwedischen Polizeibehörden rekonstruiert haben, muss der Mann, der in seinem Club, der Segler-Vereinigung Heiligenhafen (SVH) als erfahrener und besonnener Wassersportler gegolten hat, am Montag bei mäßigen Winden aus dem schwedischen Hafen Varberg ausgelaufen sein. Vor der schwedischen Südküste muss er dann in den schweren Sturm geraten sein, der in Orkanstärke über die Ostsee hinweg tobte. Die schwedischen Behörden berichten über mehrere weitere Seenotfälle im selben Zeitraum. 

Auch Leichtsinn und mangelnde Ausrüstung führen immer wieder zu Unfällen auf See. Siehe hierzu auch Gute Ausrüstung hilft - vor allem wenn sie bedient werden kann

Eine nicht ganz positive Bilanz für die Sportbootkapitäne im Jahr 2008 ziehen auch die Seenotretter.

Bei 1939 Einsätzen wurden 991 Menschen aus Seenot gerettet und drohender Gefahr befreit. 

Gut die Hälfte aller Einsätze wurde 2008 für die Sportschifffahrt gefahren.

Mangelnde Reisevorbereitung sowie unzureichende Revierkenntnis, Navigations- und Technikprobleme sowie die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten waren die Hauptgründe für die hohe Anzahl von Einsätzen für die Sportboote.

Bei kaum verändertem Witterungsverlauf im Vergleich zum Vorjahr beobachteten die Besatzungen der DGzRS-Flotte eine Zunahme der Einsätze für die Freizeitschifffahrt zwischen Anfang Juni und Ende August. Weniger Niederschlagstage, dafür aber häufige und kurze, kräftige Starkwind- und Sturmperioden brachten Freizeitskipper und ihre Besatzungen in Bedrängnis. 

Nur einige Beispiel:

•    Rund 30 Kilometer vor Bremerhaven rettete die Besatzung des Seenotkreuzers HANNES GLOGNER ein bremer Ehepaar von seiner sinkenden Segelyacht. Die Yacht hatte eine Fahrwassertonne gerammt und war in kurzer Zeit voll Wasser gelaufen.

•    60 Skipper und ihre Besatzungen wurden am Wochenende um den 22. Juni in Nord- und Ostsee aus Seenot gerettet und aus drohenden Gefahrensituationen befreit. 

•    Bei widrigen Wetter- und Seegangsverhältnissen gelang es der Besatzung des Seenotkreuzers ARKONA / Station Warnemünde am 23. August 2008 , vier im Wasser treibende Segler vor Ahrenshoop/Fischland zu retten. Drei Männer und eine Frau waren bei starken Südwestwinden mit Stärken bis zu acht Beaufort (ca. 67 km/h Windgeschwindigkeit) mit ihrem 7,5 Meter langen Segelkutter gekentert. Sie trieben über eine Stunde im 18 Grad kalten Ostseewasser. 

•    Mit vier Seenotkreuzern unterstützte die DGzRS die Suche nach einer am 4. September 2008 in der Nordsee von Bord des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ gestürzten Matrosin über 20 Stunden -  leider ohne Erfolg.

•    Anfang Oktober rettete die Besatzung des Seenotkreuzers BERNHARD GRUBEN aus der 17 Grad kalten Nordsee vor Norderney einen 56-jähriger Segler, nachdem er auf einer Untiefe gestrandet war und sich in seine Rettungsinsel begeben hatte. Seine Yacht versank. 

Als Schiffsführer tragen Sie später die Verantwortung für Ihre "Besatzung". Bereiten Sie sich ordentlich auf die Fahrten vor. Dazu gehört auch eine fundierte Grundausbildung, die mit der Führerscheinprüfung nicht endet. Achten Sie bei der Wahl der Ihrer Schule auf die unbedingt erforderliche Kombination von Theoriewissensvermittlung und Praxisbezug. 

Leider sind die deutschen "Führerscheinprüfungen" sehr theorielastig.

Eine reine Vermittlung des Prüfungsstoffes reicht aus unserer Sicht auf See oder auf dem Fluss leider nicht aus, um ein Boot sicher zu führen. 

Berichte über Seenotfälle sind eigentlich immer ähnlich lautend: 

Die Seenotfälle wurden durch plötzlich einsetzenden Starkwind und Sturm ausgelöst. Doch Skipper die sich mit dem Wetter auseinandersetzt und Entwicklungen aufmerksam beobachten, werden in den seltensten Fällen von einem „plötzlichen“ Sturm überrascht. 

Feststellen läßt sich weiterhin, dass die UKW-Funkanlage einen großen Beitrag zur Schiffssicherheit leistet. Wetterberichte, Reviermeldungen und auch Notfallmeldungen können damit empfangen werden. Bleibt zu hoffen, dass die Crew die UKW-Anlage nicht mal zum Absetzten einer Notmeldung benötigt. Doch auch unter diesem Gesichtspunkt leistet eine UKW-Anlage einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit an Bord.

Auch die Erkenntnis, dass viele Seenotfälle zu vermeiden gewesen wären ist nicht neu. Ursächlich für die Unfälle sind häufig 

•    Überschätzung der eigenen Fähigkeiten als Schiffsführer,
•    mangelnde Vorbereitung des Törns, 
•    schlechte oder gar keine Unterweisung von Crew und Mitseglern oder durch 
•    unterlassene oder nicht ausreichende Sicherheitsübungen an Bord
•    nicht tragen von Rettungswesten auf See. 

Diese Dinge lassen sich alle unter dem Begriff „Schiffsführungssorgfaltspflicht“, zusammenfassen und müssten jedem Skipper bekannt sein. Etwas vereinfacht gesagt, sind die Unterlassungen häufig durch rein Prüfungsfragen bezogener Ausbildung des Skippers oder einfach durch Leichtfertigkeit entstanden.

Da dieser Erkenntnisse weder neu noch überraschend sind, werden wird die Rubrik Berichte Wasserschutz 2009 nicht fortsetzten !

Wir wünschen allen Lesern ein erfolgreiches und vor allen seeunfallfreies 2009! Sollten Sie noch keinen Sportbootführerschein besitzen, so wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Suche und der Auswahl einer geeigneten Ausbildungsstätte.

Ihr Hot Water Team 


 
 
 
 
Funkzeugnispflicht für Schiffsführer – weiterhin keine Bußgelder
 
 
Mit der 12. Verordnung zur Änderung seeverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 06.08.2005 wurde in der Sportseeschifferschein-Verordnung festgelegt, dass „Führer von Sportfahrzeugen ihre Befähigung zur Teilnahme am mobilen Seefunkdienst und am mobilen Seefunkdienst über Satelliten entsprechend der funktechnischen Ausrüstung der von ihnen geführten Schiffe nachweisen müssen.“

Seit dem 01. Oktober 2007 waren die Übergangsfristen ausgelaufen und Schiffsführern, deren Sportfahrzeug oder Traditionsschiff mit einer Seefunkanlage ausgerüstet ist und die Ihre Berechtigung zur Teilnahme am Seefunk nicht durch ein entsprechendes Seefunkzeugnis (SRC, LRC) nachweisen konnten, drohte ein Bußgeldverfahren.

Dann wurde es tatsächlich geschafft, dem Verkehrsministerium zu erklären, dass es trotz erheblicher Anstrengungen von Ausbildern und Prüfern immer noch eine große Anzahl an aktiven Wassersportlern gibt, die kein Funkzeugnis besitzen. Wäre an ursprünglichen Regelung festgehalten worden, hätten Vercharterer Skippern ohne Funkzeugnis keine Yacht mit Funkanlage verchartern dürfen. Das würde nach Ansicht der Branche aber einen erheblichen Nachteil gegenüber anderen Ländern bedeuten. 

Deshalb wurde die Verordnung nochmals geändert. Nun lautet der

§ 15a

(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 15 Abs. 1 Nr. 2 des Seeaufgabengesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

(…)

3. entgegen § 1 Abs. 7 Satz 1 seine Befähigung zur Teilnahme am mobilen Seefunkdienst oder am mobilen Seefunkdienst über Satelliten nicht nachweist 

(…)

Doch wer weiter liest, stellt fest: 

§ 16 Übergangsregelung

§ 15a Abs. 1 Nr. 3 ist erst ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden.
 

Dies bedeutet im Klartext: Wer als Schiffsführer kein entsprechendes Funkzeugnis besitzt handelt ordnungswidrig, allerdings erst nach dem 01. Januar 2010. Vor diesem Datum wird er somit nicht einem Bußgeld belegt werden. 

Damit haben nun alle, die immer noch kein Befähigungszeugnis besitzen, bis 2010 die Chance, ein SRC bzw. LRC zu erwerben und trotzdem in der Zwischenzeit noch ein Boot im Seegebiet zu führen.

Aber Vorsicht: Wer nun einfach davon ausgeht, er könne einfach ein Funkgerät an Bord benutzen, der irrt. Unbenommen bleibt die Regelung, dass mindestens ein Besatzungsmitglied im Besitz eines gültigen Seefunkzeugnisses sein muss, wenn die Yacht mit einer Funkanlage ausgerüstet ist.