Hilfe für Berufsschifffahrt und Wassersport - 60 Personen aus Gefahr befreit 

 
Samstag, 21. Juni 2008

Eine Vielzahl von Einsätzen, bei der mehr als 60 Personen gerettet werden konnten, absolvierten die Besatzungen der Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote der DGzRS am Wochenende. Zahlreiche Wassersportler, aber auch Fahrzeuge der Berufsschifffahrt, gerieten in Nord- und Ostsee in Schwierigkeiten und riefen die Seenotretter zur Hilfe. 

So wurde am frühen Samstagmorgen die Besatzung des Seenotrettungsbootes NEUHARLINGERSIEL der DGzRS-Station im ostfriesischen Neuharlingersiel um 4.45 Uhr zur Segelyacht "Windsong" gerufen. 

Das Sportboot hatte Motor- sowie Segelschaden und trieb manövrierunfähig 1,5 Seemeilen (rund drei Kilometer) nordwestlich der Insel Spiekeroog. Vor Ort wurde die Yacht auf den Haken genommen und sicher in den Hafen von Spiekeroog geschleppt. 

Häufigste Ursachen für die Einsätze waren technische Probleme wie Ruder- und Maschinenausfälle sowie Navigationsprobleme. 

Quelle: DGzRS


 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Missbrauch von Seenotsignalen löst große Suchaktion aus

 
 
14.05.2008 

Emden (ots) - Am Pfingst- Samstag und Sonntag wurden in den Nachtstunden zwischen 22 und 23 Uhr rote Leuchtraketen im Bereich Greetsiel/Osterems, Manslagt gesichtet. Da es sich dabei um ein internationales Seenotsignal handelt, kam es zu umfangreichen Suchaktionen mit mehreren Rettungskreuzern und einem Hubschrauber. 

Da keine sich in Seenot befindlichen Personen aufgefunden wurden, gehen die Einsatzkräfte und die Wasserschutzpolizei von einem Missbrauch dieses Notsignals aus. Solch ein Missbrauch zieht immer umfangreiche Suchaktionen nach sich. 

Dabei kann es zum einen zur Gefährdung der eingesetzten Rettungskräfte kommen, als auch zu großen zeitlichen Verzögerungen für zeitnahe echte Notfälle da die Kräfte noch gebunden sind. Die Wasserschutzpolizei weist darauf hin, dass bei solchen Einsätzen hohe finanzielle Kosten entstehen, die ohne Verursacher aus Spendenmitteln finanziert werden müssen. 

Werden die Verursacher jedoch ermittelt, tragen sie den Kostenaufwand, und es wird gegen sie als Beschuldigte einer Straftat ermittelt. 

Quelle: Wasserschutzpolizeikommissariat Emden


 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Lütte Sail 2008: Das Sommerfestival der Windjammer, Hochseesegler und Traditionsschiffe deutlich größer und schöner als geplant

 
Eigentlich sollte sie klein werden – ein Zwischenspurt zur „normalen“ alle fünf Jahre anstehenden großen „Sail Bremerhaven“. 

Nun wird die „Lütte Sail Bremerhaven 2008“ vom 27. – 31. August 2008 doch deutlich größer als geplant. Auch die Hot Water wird in Bremerhaven in der Lloyd-Marina die Leinen fest machen. Somit haben ehemalige und zukünftige Schüler die Gelegenheit, das Ausbildungsboot und die Ausbilder an Bord wieder einmal zu besuchen.

Das Sommerfestival der stolzen Schönheiten der Weltmeere wird seinen Vorgängern seit 1986 in fast nichts nachstehen.

Einzige Ausnahme: Es gibt keine Windjammerparade. Weil die Kaiserschleuse neu gebaut und nicht vor dem Sommer 2010 fertig wird, gibt es nicht genügend Schleusenkapazitäten für Windjammer und Berufsschiffe, um die Großsegler rechtzeitig zur Parade auf die Weser zu bringen. Das bedeutet: Ein Hafentag mehr und ein zusätzlicher Tag mit vollem Programm zum besichtigen der großen und kleinen Windjammer.

Der Stand der Anmeldungen hingegen veranlasst die Organisatoren, die Vorbereitungen für die „Lütte Sail 2008“ voranzutreiben. Wieder mit von der Partie als Partner: Das Auswärtige Amt in Berlin samt 27 deutscher Botschaften im Ausland, die Deutsche Marine mit der Marineoperationsschule Bremerhaven, Polizei, Hafenbehörde, THW, DRK, Feuerwehr, BremerhavenBus und bisher 17 Sponsoren und Förderer, die mithelfen, die „Lütte Sail 2008“ wieder zu einem ganz großen Ereignis im neuen Tourismusresort „Havenwelten Bremerhaven“ werden zu lassen.

Und noch ist die Meldefrist nicht abgelaufen. Bis zum Juni 2008 erwartet das Organisationskomitee weitere Anmeldungen von attraktiven Segelschiffen aus allen Teilen der Welt. Es wird ein lupenreines Windjammer-Fest - mit einer Ausnahme: weil die Bark „Gorch Fock“ auf Ausbildungsreise ist, schickt die Deutsche Marine ihre Fregatte „Niedersachsen“ nach Bremerhaven. Flaggschiff der „Lütten Sail 2008“ wird deshalb die in Bremerhaven beheimatete Bark „Alexander von Humboldt“ sein. Und noch eine Ausnahme gibt es: „Die Lütte Sail“ soll einen Einblick geben von der Entwicklung der Schiffsantriebe von der Bremer Kogge des Mittelalters über die großen Windjammer bis zu den Dampfschiffen, Motorschiffen und modernen Rennyachten unserer Zeit – über 600 Jahre Schifffahrtsgeschichte in Deutschlands Hauptstadt der Windjammer.

Bremerhaven pflegt nicht nur seine maritimen Traditionen, sondern hält sie auch lebendig für die Zukunft. Das beste Beispiel ist das neue Tourismusresort „Havenwelten“ am Alten Hafen und Neuen Hafen. In Deutschlands größtem maritimen Resort für Freizeit und Tourismus treffen Geschichte und Tradition auf das moderne Bremerhaven der Wissenschaft und Forschung, des Tourismus und der maritimen Wirtschaft.

Während der „Lütten Sail Bremerhaven 2008“ möchten wir Ihnen das Bremerhaven von heute und morgen vorstellen, das die Wurzeln von Geschichte und Tradition nicht vergessen und den Blick weit in die Zukunft gerichtet hat: Das neue Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost mit einer Reise auf dem 8. Längengrad um die Erde, das Deutsche Auswandererhaus, die Hafenpassage zwischen City und Weser, die neue Lloyd Marina samt Schleuse, der Zoo am Meer, das neue Atlantic Hotel „SailCity“, das TouristCenter Hafeninsel mit Werft und Hafen für Traditionsschiffe oder das neue Einkaufszentrum „Mediterraneo“.

Bremerhaven läd Sie ein.

Seien Sie Gast zur „Lütten Sail Bremerhaven 2008“, die gleichzeitig auch der Zwischenspurt und Meilenstein ist zum internationalen Festival der Windjammer „Sail Bremerhaven 2010“.

Herzlich Willkommen vom 27. - 31. August 2008 in der Seestadt Bremerhaven.

Weiterführende Informationen zur Lütten Sail 2008 erhalten Sie unter   www.sail-bremerhaven.de

 

 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Verkehrsgefährdung durch Alkohol
 
Bei fast jedem zweiten untersuchten Sportbootunfall ist festgestellt worden, dass der Bootsführer infolge des Genusses alkoholischer Getränke in der sicheren Führung des Fahrzeugs behindert war. Insbesondere führt das durch Alkohol herabgesetzte Reaktionsvermögen zu Fehlhandlungen, z. B. beim Versuch, über Bord gefallene Personen zu bergen.

Beim Ordnungswidrigkeitentatbestand im Bereich der Binnenschifffahrt gilt ein gesetzlich festgelegter Gefahrengrenzwert von 0,5 Promille BAK beim Führen von Fahrzeugen. Im Geltungsbereich der Seeschifffahrtsstraßenordnung liegt dieser Wert inzwischen auch bei 0,5 Promille BAK. 

Die Staatsanwaltschaften im Zuständigkeitsgebiet der Wasserschutzpolizei Bremen gehen bei 1,1 Promille BAK regelmäßig von einer absoluten Fahruntüchtigkeit aus, die strafrechtlich verfolgt wird.

Quelle: Polizei Bremen


 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
Unsere Gedanken zum  BSU-Jahrebericht 2007

 
Am 15. Mai 2008 hat die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung den Jahresbericht 2007 veröffentlicht. Schon im Vorfeld gab es Spekulationen und Feststellungen zu diesem Jahresbericht. 

So waren Aussagen zu lesen wie:
„Schon seit Jahren gibt es in der deutschen Sportschifffahrt keine tödlichen Unfälle mehr. Das war auch 2007 so. Die Zahlen für 2007, die derzeit im Bundesverkehrsministerium vorbereitet werden, weisen für 2007 drei Tote im Wassersport aus: Zwei Personen sind eines natürlichen Todes gestorben (Herzinfarkt an Bord); einer der Toten hatte eine Kopfverletzung, die Obduktion ergab, dass sie nach dem Tod entstanden ist. Der dritte Tote ist ein ungeklärter Mann-über-Bord. Zu diesem Fall gibt es nur eine plausible Erklärung – Freitod“.
Wir haben den Jahresbericht 2007 aufmerksam gelesen und ihn anlässlich einer unserer internen Fahrlehrerweiterbildungen auf die für die Sportschifffahrt wesentlichen Teile reduziert. Diese Arbeit warf allerdings eine Frage auf, die wir am 30. Mai 2008 per Mail an die BSU stellten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Ihrem Jahresbericht 2007 haben wir eine Verständnisnachfrage. 

Wenn wir es richtig gelesen haben, dann führen Sie auf Seite 10 sinngemäß an: „22 Seeunfälle ereigneten sich auf Sportbooten. Die drei sehr schweren Seeunfälle umfassen zwei Todesfälle auf Grund von Herzversagen sowie ein ungeklärtes Überbordgehen auf hoher See“.

Andererseits ist auf Seite 25 der Untersuchungsberichte Nr. 356/07 mit dem Unfalltag 07.08.2007 aufgeführt. Hierin wird der Skipper der SY KLEINER LUMP auf der Elbe, Höhe Ltn. 37 beim Segeleinholen vom Baum getroffen und kann nicht wieder an Bord geholt werden. Er ist dabei um´s Leben gekommen. 

Mit diesen beiden „Aussagen“ haben wir ein Verständnisproblem. Aus unserer Sicht passen diese nicht zusammen, oder handelt es sich um eine Fehlinterpretation unsererseits?

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns diesbezüglich eine kurze Information zukommen lassen könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Klug
 
 

Sportbootschule Hot Water

Zentrale Verwaltung:
Hans-am-Ende-Weg 11 a
28355 Bremen

Tel:   0421 / 25 74 999
E-Mail:  hotwater@t-online.de
Homepage:  www.sportbootschule-hotwater.de
 

Leider ist diese Anfrage bis heute (24. Mai 2008) unbeantwortet geblieben. Nun wollen wir nicht länger mit der Veröffentlichung der Abhandlung warten. Dennoch würden wir uns freuen, wenn wir seitens der BSU noch eine Antwort auf unsere Frage erhalten würden. 

Festzustellen ist, dass Unfälle zur Lebenswirklichkeit gehören, ganz gleich in welchem Bereich des Lebens, auch die Schifffahrt stellt hier keine Ausnahme dar. Unfälle auf Sportbooten scheinen, nicht zuletzt auf Grund einer entsprechend guten Aus- und Weiterbildung von „wirklichen“ Schiffsführern, eher die Ausnahme darzustellen.

Jedoch ist es relativ schwierig, an verlässliches Zahlenmaterial heranzukommen. Die BSU ist nur für die deutschen Seebereiche zuständig. In Deutschland wird jedoch auch in vielen anderen Revieren Wassersport betrieben. 

Eine stark ausgeprägte Lobbyarbeit lässt sich sowohl in die eine als auch die andere Richtung feststellen. Wir haben im Rahmen einer internen Weiterbildung versucht, auf der Grundlage des Jahresberichtes 2007 für unsere Ausbilder ein wenig Klarheit in diesen wichtigen Aspekt des Wassersportes zu bringen. Nur durch verlässliche Erkenntnisse im Bereich Unfälle im Wassersport können auch Lehren gezogen werden, welche sich dann wieder in der Aus- und Fortbildung niederschlagen. 

Die Weiterbildung endete mit folgendem Votum der Hot Water Ausbilder: 

„Wir wollen als „Diskussionsanstoß“ die uns hier vorliegende Abhandlung überarbeiten und einer breiten Leserschaft zugänglich machen. Wir wollen versuchen, von geeigneten Stellen an weiteres verlässliches Datenmaterial zum Thema zu gelangen. Darüber hinaus wollen wir versuchen, in einen Dialog mit anderen Fachleuten und Wassersportausbildern zu kommen, um Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich Unfälle und deren Verhütung an Bord von Sportbooten auszutauschen. 

Um mit dem Thema Seeunfalluntersuchung nicht ganz so vertrauten Lesern den Einstieg in das Thema zu erleichtern, haben wir im Gegensatz zu unserer eigentlichen Abhandlung (Grundlage unserer internen Fahrlehrerweiterbildung im Juni 2007) der Veröffentlichung einige kurze Erläuterungen und Kommentare vorangestellt.

Vielleicht gelingt es ja auch, im Dialog mit interessierten Fachleuten und Ausbildern anderen Wassersportschulen zu neuen Aspekten in diesem Bereich zu gelangen. 

Für Rückmeldungen zum Thema wären wir somit dankbar.

Mail to: hotwater@t-online.de
 

Die Veröffentlichung finden Sie in der Hot Water Bibliothek auf dieser Internetseite oder klicken Sie einfach hier.