Alle Jahre wieder faule Führerscheine im Angebot

 
Immer wieder werden in Deutschland und im Ausland falsche Bootsführerscheine zum Kauf angeboten. Derzeit kommen sie von der spanischen Insel Mallorca. Im "Mallorca Magazin" inseriert eine angebliche Firma aus Deutschland das Zertifikat des britischen Seglerverbandes für 650,-- €: "Weltweit anerkannt! Legal, schnell unkompliziert." Nur 299,-- € verlangt ein Internet-Anbieter bei E-Bay für eine Lizenz "ohne Prüfung", die "für Segelboote bis 24 m Länge" gültig sein soll. 

Sämtliche Angaben über die Rechtmäßigkeit der Scheine sind falsch! Im Führerscheinwesen gilt das Heimatrecht - Deutsche müssen, egal wo sie fahren, die amtliche deutsche Lizenz besitzen. In beiden Fällen ermittelt die Polizei.

Quelle: Yacht Nr. 23 Seite 9

Lassen Sie sich kein X für ein U vormachen. Es kommt immer wieder zu solchen Angeboten. Wer darauf eingeht und in eine Kontrolle kommt muß viel erklären. Bei einem entstandenen Schaden zahlen die Versicherungen nicht, da keine Fahrerlaubnis vorhanden ist. Das kann sehr teuer werden!

Siehe auch unseren Bericht Nepper, Schlepper, Bauernfänger


 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
EU rettet "Galileo"-Projekt

 
 
BRÜSSEL. Die Bundesregierung muss im Streit um die Finanzierung von "Galileo" einlenken, erhält dafür aber Garantien für eine angemessene Beteiligung der deutschen Industrie am Aufbau des satellitengestützten EU-Navigationssystems. Gegen den Willen Berlins beschlossen die Finanzminister, das 3,4 Milliarden Euro teure Prestigeprojekt komplett aus dem Gemeinschafts-Haushalt zu bezahlen. Dazu werden nicht abgerufene Agrarfördermittel umgeschichtet. Diese fließen normalerweise an die Mitgliedsländer zurück. Nach Berechnungen der Regierung belastet diese Lösung Deutschland als größten Nettozahler bis 2013 mit fast 500 Millionen Euro. Berlin hatte darauf gepocht, die mühsam vereinbarte Finanzplanung bis 2013 nicht wieder zu ändern und so Begehrlichkeiten für andere zusätzliche Gelder zu wecken. Stattdessen sollte ein Teil des Projekts über die europäische Raumfahrtagentur ESA finanziert werden. Der Hintergedanke: Die Bundesregierung befürchtete, die deutsche Industrie könnte zu kurz kommen, wenn die Aufträge im Falle der Finanzierung aus dem Gemeinschaftshaushalt rein nach EU-Wettbewerbsrecht vergeben werden. Größte Sorge war, dass französische Firmen in wichtigen Bereichen - vom Satellitenbau bis zur Bodenkontrolle - die Systemführerschaft übernehmen. Bei der ESA-Lösung hingegen wäre Deutschland rund ein Viertel der lukrativen Aufträge sicher, da die Vergabe unter Berücksichtigung des Finanzierungsanteils der Staaten am Projekt erfolgt. Die EU-Kommission will der Bundesregierung in diesem entscheidenden Punkt nun aber entgegenkommen. Verkehrskommissar Jacques Barrot plant ein neues Modell zur Arbeitsteilung. Er will Aufbau und Betrieb von "Galileo" bis 2013 in mindestens sechs Auftragspakete unterteilen. Diese Pakete - von der Raumfahrt über die Bodenkontrolle bis zu den Satelliten- und Trägersystemen - mit einem Volumen von mehr als drei Milliarden Euro, sollen dann öffentlich ausgeschrieben werden. Ein einzelnes Unternehmen darf aber nur die Systemführerschaft in maximal zwei Segmenten erhalten. Zudem sollen die Sieger der Ausschreibung verpflichtet werden, mindestens 40 Prozent des Auftragsvolumens in ihrem Segment an Subunternehmen abzutreten, damit auch kleinere Unternehmen zum Zug kommen. Über diesen neuen Vorschlag zur Auftragsvergabe werden am Donnerstag mit guten Chancen auf eine endgültige Einigung die EU-Verkehrsminister beraten. "Dass Agrargelder nun in die Finanzierung der technologischen Zukunft fließen, ist ein Schritt in die richtige Richtung", kommentierte die Bremer Grünen-Europaabgeordnete Helga Trüpel die Einigung. "Galileo" soll eine metergenaue Positionsbestimmung ermöglichen und leistungsstärker sein als das US-System GPS. Die EU-Kommission geht von einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten nicht nur für den Verkehr, sondern auch für Wissenschaft und Landwirtschaft aus. Bislang befindet sich von 30 Satelliten aber nur ein einziger im All. Ursprünglich sollte "Galileo" 2008 in Betrieb gehen. Als Termin für die Inbetriebnahme gilt nun das Jahr 2013. EU-weit soll "Galileo" 150 000 Arbeitsplätze schaffen.

Quelle: Weser Kurier 


 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Untergang der "Sea Diamond" technikbedingt?

 
Wie sich herausstellte, könnte der Untergang der "Sea Diamond" auf Grund modernster Navigationsinstrumente und ungenauen Seekarten entstanden sein.

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Immer häufiger erscheinen Meldungen, die auf technisch bedingte Kollisionen hinweisen. Kann die moderne Technik halten, was uns die Werbung verspricht? Anlässlich dieser Meldungen öffnen wir erstmals das Archiv unserer Hot Water Fachbibliothek und veröffentlichen eine unserer Abhandlungen.

Dieses erste jemals der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Exemplar einer unserer internen Hot Water Abhandlung erläutert die Veränderungen der Navigationstechnik und die daraus resultierenden Veränderungen der Navigationsverfahren an Bord von Sportbooten. Wie alle unsere nicht öffentlichen Abhandlungen war auch diese seinerzeit zur Hintergrundinformation und Weiterbildung unserer Kursleiter konzipiert. 

Im Jahre 2005 diente sie uns in der Sportbootschule Hot Water u. a. als Diskussionsvorlage bei einer unserer schulinternen Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema: „Moderne Navigationsverfahren und damit verbundene Risiken“. 

Diese mehrfach jährlich erscheinenden internen Abhandlungen der Sportbootschule Hot Water stellen eine wesentliche Facette zur Fortbildungen unserer Kursleiter dar. 

Hier gelangen Sie direkt zu Hot Water´s Bibliothek


 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Sicherheitskampagne kommt
 
 
Die Sicherheitskampagne wird vorbereitet.

Die Umsetzung der vom Deutschen Bundestag im Sommer 2007 beschlossenen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und Sicherheit im Wassersport werden derzeit vorbereitet. Im Zentrum steht eine Sicherheitskampagne die in den kommenden Monaten entwickelt wird. Aus der Mitte der Sicherheitskonferenz wurde eine Arbeitsgruppe gebildet die die Rahmenbedingungen abstecken und die Kernaussagen definieren soll. In der Arbeitsgruppe sind u.a. der BWVS, ADAC DLRG, DGRS, DSV und VDS, der VDWS ist durch den ersten Vorsitzenden Thomas Weinhardt vertreten.

Das Bundesverkehrsministerium hat nun entschieden, die Trägerschaft der Sicherheitskampagne zu übernehmen. 

Es soll sich um eine Dachkampagne handeln mit der Sportartübergreifende Kernbotschaften kommuniziert werden. Ein Kampagnenbeirat soll bei der Zielsetzung und Ausrichtung der Kampagne unterstützen. Die teilnehmenden Verbände sind berechtigt, den Kampagnenslogan zu nutzen und ergänzend sportartspezifische weitergehende Informationen über ihre eigenen Medien zu kommunizieren. 

Nun wurde der Kampagnen Beirat bei einer Sitzung im Ministerium in Berlin etabliert. Mitglied ist neben dem VDWS u.a der BWVS, der ADAC, DSV, DLRG und DGzRS.

Die Kampagne soll 2009 starten.