Aufgesetzt - Der Polizeibericht

 
Ort: Bremen, Weser/Einfahrt Hohentorshafen
Zeit: 16.07.06, 08.35 Uhr

Auf einem seltenen "Liegeplatz" an der Einfahrt in den Hohentorshafen fuhr sich am gestrigen Vormittag ein Sportboot fest. Eine Gefahr für die Besatzung bestand nicht. Der Sachschaden blieb gering.

Der Bootsführer der Motoryacht, ein 63-Jähriger aus Hitzacker, kam von den Liegeplätzen in der Kleinen Weser. Da er den überspülten Leitdamm, die Begrenzung zwischen Haupt- und Nebenfahrwasser, nicht sah, wollte er noch vor dem Leitdalben, einem Markierungspfahl, über Steuerbord in die Weser eindrehen. Hierbei blieb er jedoch aufgrund 
des bereits ablaufenden Wassers auf dem Leitdamm stecken. 

Beim Eintreffen der durch den Pförtner eines nahe gelegenen Lebensmittelherstellers alarmierten Wasserschutzpolizei war die Tide bereits so weit abgelaufen, dass das Sportboot bereits nicht mehr 
aufschwamm, so dass Bergungsversuche sinnlos waren. Mittlerweile hatte sich die Yacht auf die Backbordseite gelegt und lag stabil auf dem Skeg.

Mit dem nächsten Hochwasser am gestrigen Abend gegen 20.00 Uhr kam das Schiff wieder frei.

Der Eigner und Bootslenker wurde wegen des Verstoßes gegen die Vorschriften der Seestraßenordnung ohne Erhebung von Verwarnungsgeld verwarnt. Durch die mit seinem Missgeschick verbundenen Aufregungen und Ärgernisse dürfte er ohnehin genug bestraft sein. 

Quelle: Polizei Bremen


 

Siehe hierzu auch:

Steigende Unfallzahlen bei Sportbooten


 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Bootsunfall auf der Lesum

 
 
POL-HB: Nr.:0374--Erste Ergebnisse zum Bootsunfall in der Lesum-FOTOS als Anlage--

10.07.2006 - 14:42 Uhr 
   Bremen (ots) - -

Ort: Bremen-Nord, Hafen Vegesack
Zeit: 9. Juli 2006, 02.00 Uhr
 


Am frühen Sonntagmorgen versank ein Sportboot im Mündungsbereich der 
Lesum, nachdem es zuvor mit einer Spundwand kollidiert war (siehe 
Pressemeldung der Feuerwehr Bremen Nr. 46 vom 9.7.2006). Drei an Bord
befindliche Personen konnten sich ans Ufer retten.
Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei ist das Sportboot 
zur Unglückszeit vom Schiffseigner, einem 38 Jahre alten Mann aus 
Osterholz-Scharmbeck, verantwortlich geführt worden.  Der Bootsführer
und seine 26 und 28 Jahre alten Begleiter waren zunächst weserabwärts
gefahren und wollten in Höhe Vegesack in die Lesum einfahren. 
Aufgrund eines Fahrfehlers prallte das Boot aber vorher - noch auf 
der Weser -  gegen eine Spundwand und wurde erheblich beschädigt. 
Kurze Zeit später drang Wasser in den beschädigten Bootskörper und 
ließ das Boot in der Lesum, etwa in Höhe des "Schulschiff 
Deutschland", sinken. Die drei Beteiligten konnten sich zunächst ins 
Wasser und dann ans Ufer retten.
Alle drei Personen standen erheblich unter Alkoholeinfluss. Sie 
hatten in der Bremer Innenstadt das Spiel der deutschen 
Nationalmannschaft verfolgt und dabei Alkohol getrunken. Beim 
Bootsführer wurde ein vorläufiger Atemalkoholwert von über 1,5 
Promille festgestellt! Mit einiger Wahrscheinlichkeit dürfte die 
stark eingeschränkte Fahrtüchtigkeit unfallursächlich gewesen sein.
Das WM-Spiel um den dritten Platz wird für den Bootsführer sozusagen 
in die (strafrechtliche) Verlängerung gehen.

Quelle: Polizei Bremen
 

 
POL-HB: -Nr. 0487--Sportbootunfall

10.09.2006 - 12:08 Uhr 
   Bremen (ots) - -
Ort: Bremen, Weser Höhe Kraftwerk Hafen
Zeit: 08.09.06, 16.10 Uhr

Glück im Unglück hatten am Freitagnachmittag zwei 66 und 45 Jahre 
alte Skipper mit ihrem Sportboot auf der Weser in Höhe des 
Kraftwerkes Hafen, als ihr Sportboot kippte und 'Kiel oben treibend' 
entdeckt wurde.
Alarmierte Polizeibeamte - wie auch ein Boot der Wasserschutzpolizei 
- eilten unter Inanspruchnahme von Sonderrechten zum Fähranleger 
Farge, wo sie von der Fährrampe das betreffende Sportboot in der 
Weser außerhalb des Fahrwassers ausfindig machten. Gleichzeitig 
erkannten sie eine im Wasser treibende Person. Mit Unterstützung des 
Fährschiffes 'Berne-Farge' gelang es ihnen bald darauf, sich der 
Unglücksstelle zu nähern. Zwischenzeitlich hatte aber die Besatzung 
eines weiteren  Sportbootes Fahrtrichtung aufgenommen, die die beiden
Schiffbrüchigen barg und an Land brachte, wo sie durch den 
Feuerwehr-Notarzt erstversorgt wurden, der aber keine besonderen 
Verletzungen feststellte. Danach wurde das verunglückte Boot samt 
Ausrüstung geborgen und in Sicherheit gebracht. 

Quelle: Polizei Bremen


 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Nepper, Schlepper, Bauernfänger

 
Bohlen hatte Probleme mit "gefälschten" Bootsführerschein

Wegen eines gefälschten Bootsführerscheins hat es Dieter Bohlen auf Mallorca mit der spanischen Polizei zu tun bekommen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde der 49-jährige Musiker am Freitagvormittag gegen 10 Uhr in einem Polizeiwagen der Guardia Civil zur Wache gebracht und vier Stunden vernommen. Bohlen sagte dem Blatt: "Ich bin wohl das Opfer der spanischen Führerschein-Mafia geworden."

"Gefälschten Papiere untergejubelt" 

Er habe im März vergangenen Jahres auf Mallorca die Bootsführerscheinprüfung abgelegt, erklärte der Popmillionär. Offenbar sei die Jachtschule aber gar nicht berechtigt gewesen, die Prüfung abzunehmen. "Die müssen mir die gefälschten Papiere untergejubelt haben", sagte Bohlen. Nachdem er davon erfahren habe, habe er mit seinem Sohn Marc in Lübeck am 7. Juli eine neue Prüfung abgelegt. "Der Schein, den ich dort bekommen habe, ist absolut in Ordnung." Der Polizei auf Mallorca war dem Bericht zufolge eine Kopie von Bohlens Bootsführerschein in die Hände gefallen. 
 

Quelle: Stern.de

Achtung: Als deutscher Staatsbürger fallen sie unter das deutsche Recht und müssen zum Boot fahren auch einen deutschen Bootsführerschein besitzen. Bootsführerscheine die im Ausland einfach - oder auch schwierig - erworben wurden, sind meistens das Papier nicht Wert, auf das sie geschrieben sind.

Es werden wieder vermehrt Sportbootführerscheine und Prüfungen dazu im Ausland angeboten. Aber Vorsicht - Prüfungen zum Sportbootführerschein See sind immer nur in Deutschland möglich. Auch Promineten ergeht es da nicht besser, wie das Beispiel belegt.
 


 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Auge in Auge mit den Seehunden auf der Sandbank

Auge in Auge mit den Seehunden auf der Sandbank 
Die Wega II fährt regelmäßig zur Robbenbank und besucht Leuchttürme / Kapitän lässt Schiff im Watt trocken fallen
Von unserem Mitarbeiter
Markus Tönnishoff 

FEDDERWARDERSIEL. Auge in Auge mit dem Seehund - möglich macht das die Wega II. Das 1986 in Bremen gebaute Flachbodenschiff startet fast täglich von Fedderwardersiel aus ins Wattenmeer. An diesem Tag steht eine Fahrt zur Tegeler Plate auf dem Programm. Die östlich der Außenweser liegende Sandbank wird auch bei Flut nicht überspült. Das freut die Seehunde, sie nutzen die Sandbank als Sonnenbank und bringen dort obendrein im Frühjahr ihre Jungen zur Welt. Über den mit Pricken gekennzeichneten Fedderwarder Priel schiebt sich das urige, 20 Meter lange Schiff mit seinen 300 Pferdestärken und 140 Sitzplätzen durch das auflaufende Wasser. Nach rund einer Stunde erreicht die Wega II die Außenweser, auf der jede Menge große Pötte unterwegs sind. Kapitän Elmar Hüttenmeister kennt sie alle: "Da kommt die Grete Maersk. Mit einem Tiefgang von 14,50 Metern und 367 Metern Länge gehört sie zu den größten Schiffen der Welt", erklärt er über die Bordlautsprecher, während die Bugwelle des blau-rot gestrichenen Riesen die kleine Wega II kräftig durchschüttelt. Überhaupt kann es im Weserfahrwasser bei auflaufender Flut und einem steifen Nordostwind mal etwas bewegter zugehen, bevor die Wega II dann nach Osten aus der Weser abdreht und die Tegeler Plate aus dem Wasser auftaucht. Langsam gleitet das Schiff auf die Sandbank zu. Damit die kulleräugigen Gesellen nicht ins Wasser flüchten, bittet Hüttenmeister um absolute Ruhe an Bord. Auf etwa 50 Meter pirscht sich das Schiff heran - die rund 100 Seehunde lassen sich nicht stören. Einige kommen sogar dicht ans Schiff geschwommen, um ihrerseits einen Blick auf die Wega II und die fotografierenden Zweibeiner zu werfen. "Im Sommer nutzen bis zu 400 Seehunde die Tegeler Plate, um sich auszuruhen", weiß Hüttenmeister. "Sie fressen pro Tag rund fünf Kilogramm Fisch. Wegen dieser einseitigen Ernährung liegen sie gerne in der Sonne, durch die Sonneneinstrahlung wird Vitamin B im Körper gebildet." Nach einer halben Stunde dreht das Schiff ab und tritt die Rückfahrt an. Da Seeluft bekanntlich appetitanregend ist, hat Kapitän Hüttenmeister, nach dessen Konstruktionsplänen das Schiff gebaut wurde, auch eine Küche an Bord. Auf der Speisekarte findet sich alles, was satt macht: Pizza, Pommes, Suppe, Bockwurst und Frikadellen sowie Süßigkeiten. Auch ein spezielles Kaugummi gegen Seekrankheit können die Fahrgäste kaufen. Neben der Fahrt zu den Seehunden ist auch der Ausflug zum Wattwandern sehr beliebt. Dabei lässt sich die Wega II nahe des Leuchtturms Hohe Weg auf einer Sandbank trocken fallen. Mit einem Wattführer können dann die Sandbänke vor der Vogelschutzinsel Mellum erkundet werden. "Wir haben als einzige die Erlaubnis der Nationalparkverwaltung für diese Fahrt", freut sich Hüttenmeister, der für dieses Angebot sogar einen Preis vom Land Niedersachsen bekommen hat. Außerdem steuert die Wega II regelmäßig die Leuchttürme Roter Sand und Robbenplate sowie den Container-Terminal in Bremerhaven an. Die Fahrt zur Tegeler Plate kostet 14 Euro für Erwachsene, Kinder sind mit elf Euro dabei. Der Fahrplan steht im Internet unter www.wega2.luechthuus.de. Saison ist von März bis November. Wegbeschreibung aus Bremen: Autobahn 27 Richtung Bremerhaven, Abfahrt Stotel, durch den Wesertunnel auf die B 212 Richtung Nordenham, in Großensiel links ab, über Abbehausen, Stollham und Burhave, dann links und der Beschilderung folgen.
 
 


Quelle: Weserkurier 12.04.07

Ein solch schönes Erlebnis könnten Sie auch auf eigenem Kiel haben!

Es bedarf dazu nur des Bootsführerscheines See und...


 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Schweinswale in der Weser 

BREMERHAVEN. Auch in der Weser gibt es wieder kleine Wale - auf diese erfreuliche Tatsache machte gestern in Bremerhaven die weltweit aktive "Gesellschaft zur Rettung der Delphine" (GRD) aufmerksam. Persönlich mit an Bord war der Gründer der Organisation, der dreifache Weltumsegler Rollo Gebhard. Er appellierte an Segler, Paddler und Bootsfahrer, Rücksicht zu nehmen und jede Sichtung eines Schweinswals zu melden.Als Anstoß für seinen Einsatz für die "Weser-Wale" nennt die 86-jährige Seglerlegende Rollo Gebhard ein einschneidendes Erlebnis während seiner dritten Weltumsegelung. Auf dem Trip aus der Südsee in Richtung Alaska sei sein Segelschiff bei Windstärke 5 plötzlich stehen geblieben. "Mitten auf dem Ozean, und mit einem Mal null Knoten", erinnert er sich noch heute mit einem Kopfschütteln. Er habe lange Zeit gebraucht, um eher durch Zufall eine Erklärung zu finden - es musste sich um ein Treibnetz gehandelt haben."Diese riesigen Netze der Thunfischfänger sind oft mehr als hundert Kilometer lang, und darin krepiert alles, was ihnen in den Weg kommt", erfuhr Gebhard und hörte damals das erste Mal etwas darüber, dass auch Delphine in Millionenzahl in den fein gestrickten Netzen ertrinken. Rollo Gebhard empfand es als eine Verpflichtung, etwas dagegen zu tun und gründete 1991 die Gesellschaft zur Rettung der Delphine.Als einen seiner Erfolge nennt er das Zugeständnis der deutschen Thunfisch-Importeure, die sich nach einem Boykottaufruf verpflichteten, keinen mit Treibnetzen gefangenen Thunfisch mehr anzubieten. Selbstverständlich sei sein Einsatz für die Weser-Wale eher ein Nebenzweig, gesteht Gebhard zu, aber es seien eben die einzigen Wale, die in Deutschland leben.Genaue Vorstellungen über die Zahl der Schweinswale in der Weser gibt es zur Zeit noch ebenso wenig wie über die Gründe ihrer Rückkehr, erläutert die Biologin Denise Wenger. Gesichtet worden seien in diesem Jahr aber bereits dreißig dieser etwa 1,80 Meter langen Zahnwale, teilweise weit weseraufwärts bis zur Lesum. "Es begeistert viele Menschen, diese heimischen Wale direkt vor der Haustür sehen zu können", sagt Denise Wenger und verbindet damit den Appell, mehr als bisher für den Schutz dieser Säugetiere zu unternehmen.Mehr unter www.delphinschutz.org

Quelle: Weserkurier 11.06.07