Auch auf Sportbooten besteht die Logbuchführungspflicht!

 
Schiffssicherheit ist unteilbar. Daher wurde sowohl im Schiffssicherheitsgesetz (SchSG) vom 9. September 1998 (BGBl. I Nr. 63 S. 2860) als auch in der Schiffssicherheitsverordnung (SchSV) vom 18. September 1998 (BGBl. I Nr. 66 S. 3013, 3023) davon abgesehen, die Sportfahrzeuge von den grundlegenden Bestimmungen über Schiffssicherheit von vorneherein auszunehmen, wie dies noch in der vor dem 1. Oktober 1998 gültig gewesenen Schiffssicherheitsverordnung der Fall gewesen war. Dies entspricht dem internationalen Standard wie z.B. den Vorschriften des SOLAS-Übereinkommens, die zum Teil unmittelbar auch für Sportfahrzeuge gelten. Grundsatzbestimmungen wie § 3 SchSG über die Pflicht des Schiffsbetreibers zur Sicherheitsvorsorge und § 2 SchSV zur Selbstkontrolle hinsichtlich des sicheren Schiffsbetriebs gelten daher auch für die Sportfahrzeuge. Daneben wird jedoch hinsichtlich der spezifischen Einzelanforderungen jeweils nach Schiffstypen differenziert.
 

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Merkblatt Seetagebücher und Reiseplanung auf See


 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Steigende Unfallzahlen mit Sportbootbeteiligung

 

 

Dieses späktakuläre Bild wurde gemacht von Willi Weigert.

Quelle: Segelinformationssystem

Die Versicherungen melden eine erhöhte Zahl von Zusammenstößen unter Sportbooten. Die Sportboote werden immer schneller und die Skipper immer sorgloser. Es sollte kontinuierlich darauf hingewiesen werden, dass die jeweils für das Fahrgebiet gültigen Ausweichregeln zu beachten sind. Darüber hinaus sind Seemannsbrauch oder die besonderen Umstände des Falles zu bedenken. In den internationalen Kollisionsverhütungs-Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See sind 'Ausguck halten' und Ausweichpflicht die wichtigsten Regeln. Es gibt in diesen Regeln nur Pflichten und keine Rechte.

Das Wissen um diese Regularien wird in einer guten Ausbildung vermittelt und kann später viel Geld sparen!


 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Bootsführerschein auch für Wassermotorräder erforderlich...

 
Auch die Führer von Wassermotorrädern (Jetski) benötigen unbedingt den für das Fahrgebiet vorgeschrienen Bootsführerschein. Das die Zahl der unwissenden "Schwarzfahrer" nimmt immer mehr zu. Dennoch: Unwissenheit schützt nicht vor erheblichen Strafen.
Allgemein gilt es in Bremen zu beachten:

Außerhalb des Fahrwassers ist das Fahren mit Wassermotorrädern grundsätzlich erlaubt.

Ausnahmen:

Wasserflächen, die von der zuständigen Strom- und Schifffahrtspolizeibehörde bekannt gemacht worden sind: 
 

  • im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest auf der Weser von km 45 bis km 39 und von km 27 bis zur Eisenbahnbrücke in Bremen 

  •  
  • im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord die bekannt gemachten Reeden sowie die Bereiche bis 200 m vor Hafeneinfahrten, Anlegestellen und Liegestellen. 
Weitere Hinweise:

Die Wassermotorräder haben allen anderen Fahrzeugen auszuweichen; die Ausweichpflicht untereinander richtet sich nach den Internationalen Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (Kollisionsverhütungsregeln - KVR). 

Auf den erlaubten Wasserflächen darf bei Nacht, bei verminderter Sicht und während der von der zuständigen Strom- und Schifffahrtspolizeibehörde bekannt gemachten Zeiten nicht gefahren werden. 

Des weiteren sind die Kollisionsverhütungsregeln und die Vorschriften der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung zu beachten. 
Vor Stellen mit erkennbarem Badebetrieb darf außerhalb des Fahrwassers in einem Abstand von weniger als 500 m von der jeweiligen Wasserlinie des Ufers eine Höchstgeschwindigkeit durch das Wasser von 4,3 kn nicht überschritten werden. 


 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
Hörwache auf UKW-Kanal 16 bleibt bestehen
Beschluss des Unterausschusses Suche und Rettung (COMSAR 8) über die Hörwache auf UKW-Kanal 16 durch SOLAS-Schiffe. 

Geplant war, die Abhörpflicht auf Kanal 16 noch dieses Jahr abzuschaffen. Nach ausführlicher Diskussion über die Hörwache auf UKW-Kanal 16 kam der Unterausschuss COMSAR 8 jedoch zu dem Schluss, dass die Hörwache auf UKW-Kanal 16 für SOLAS-Schiffe, wenn sie sich auf See befinden, auch in absehbarer Zeit erforderlich ist, damit:

 1) ein Kanal für die Notalarmierung und den Funkverkehr für Nicht-SOLAS-Schiffe 

und 

 2) für den Funkverkehr Schiff-Schiff für SOLAS-Schiffe zur Verfügung steht. 

(NfS 46/04) 
 

Bildquelle: 
Bremer Rrundfunkmuseum